Loriot – 2.11.2013   Leave a comment

5.11.2013-Nachbericht; 'Loriot'Blue Note setzet die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Steinlaus Theater aus Flonheim fort, nach der Monty Phyton Show im Januar 2013 gab es in diesem Jahr ein Wiedersehen mit einem der Größten: Loriot. Aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr, hatten wir uns entschlossen in die größere Göttenbachaula umzuziehen. Wir präsentierten mit freundlicher Unterstützung des Stadtjugendamtes Idar-Oberstein und der Kreissparkasse Birkenfeld:

“Loriot”… das Zwerchfell möge mit Ihnen sein!

Ploriot

Flyer (Download)

Von Müller-Lüdenscheid und Doktor Klöbner bis zum Kosakenzipfel: Loriot ist mit seinem scharfsinnigen Gespür für die Absurditäten des Alltags und urkomische zwischenmenschliche Missverständnisse mehr als aufdringliche Comedy. Das beweist das Flonheimer Steinlaus Theater mit seinem neuen Programm in Andenken an den großen Meister des feinsinnigen Humors. Loriot machte das Absurde sichtbar, das in normalen Alltagssituationen steckt.
Heiter, satirisch und immer auch ein wenig bissig, so nimmt das Steinlaus Theater mit Loriots Hilfe Stellung zu brennenden Fragen unserer Zeit. Neben den Loriot-Klassikern „Der sprechende Hund“ und „Der Lottogewinner“ gibt es auch ein Wiedersehen mit „Herren im Bad“ und „Wo laufen sie denn“, die man sonst eigentlich nur als Trickfilme kennt, werden dann live auf die Bühne gebracht.
Zentrales Thema seiner Sketche ist die menschliche Unfähigkeit zu Kommunikation und die daraus immer wieder entstehenden Konflikte und komischen Situationen. Mit genauer Beobachtungsgabe registrierte er alltägliche Vorkommnisse und setzte sie feinfühlig und raffiniert in intelligent arrangierte urkomische Szenen um. Davon kann sich der Zuschauer in Sketchen wie „ Das Frühstücksei“, „Eheberatung“ oder „Anstandsunterricht“ überzeugen und wird sich erstaunt eingestehen: “So ähnlich geht es oft auch bei uns zuhause zu.“
Solche und andere waschechte Kalauer machen schon die Spielpausen in „Loriots heiler Welt“ zum Vergnügen. Geschichten, die mit liebevollem Blick dem manchmal gar nicht so liebevollen Lebensalltag abgeschaut sind. Für die einen war es der Wiedererkennungseffekt bei den ihnen vom Fernsehen her sattsam bekannten Szenen, für die anderen war es die konsequente Fortsetzung der ihnen ansatzweise bekannten Sketche Vicco von Bülows.
Loriots Stoffe sind den Alltagserfahrungen des deutschen Normalverbrauchers nachgebildet. Er moralisiert nicht undvermittelt nicht den Eindruck, es besser als die Gegenstückeseiner Sketche zu wissen. Er ist Täter, Opfer und Komiker zugleich. Und anders als die meisten Kabarettisten interessiert er sich nicht für bestimmte Politiker, allenfalls für Politiker als Spezies. Das Volk, nicht seine selbstgewählten Lenker, ist für die Verhältnisse verantwortlich, unter denen es lebt, so die ironische Botschaft. Das, was Loriot in diesem Land stört, hat seine Wurzeln im Volk, sagt er selbst – und ist deswegen so volksnah.
Einige Erfindungen und Formulierungen Loriots wurden im deutschen Sprachraum Allgemeingut. Dazu gehören das Jodeldiplom, die Steinlaus (die sogar mit einem Eintrag im Pschyrembel vertreten ist) und der Kosakenzipfel mit den Konflikthöhepunkt markierenden Beschimpfungen „Jodelschnepfe“ und „Winselstute“, aber auch Sätze wie „Dann hab’ ich wirklich was Eigenes!“, „Bitte sagen Sie jetzt nichts …“, „Früher war mehr Lametta!“, „Ein Klavier, ein Klavier!“, „Das Bild hängt schief!“, oder das lakonische „Ach (was)!“.

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Veröffentlicht 8. Oktober 2013 von Jan

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