Gitarrennacht am 30.10.2021 in Idar-Oberstein

Ort: in der Göttenbachaula, Georg-Maus-Straße 2, 55743 Idar-Oberstein

Beginn: 20 Uhr .

Zum Auftakt zeigt der lokale Gitarrist Christian Lehr welche ungeahnten Klänge und Sphären man aus nur einer Akustikgitarre herausholen kann! Als Bandmusiker, am E- und Kontrabass ist er in seiner Heimat bekannt durch Bands wie die Speedbottles/Weedbottles, Sad Polly und einige mehr, mit denen er viele Jahre gerockt hat und das teilweise auch noch macht. Früh wurde er von Gitarren-Virtuosen wie John Butler, Andy McKee, Petteri Sariola und Mike Dawes beeinflusst. Im Rahmen seines Soloprojekts performt er als „Percussive-Fingerstyle-Gitarrist“ ausschließlich eigene Songs auf der Akustikgitarre – mit einem eigens für ihn gebauten Instrument aus der Meister-Gitarrenbau-Schmiede „Andreas Cuntz“. Christian Lehr nutzt rein instrumental alle klangerzeugenden Möglichkeiten der Gitarre und deren Korpus, aber auch einen Looper und andere abgefahrene Effekte. So eben ist sein Debüt Album „Bear“ erschienen.

Den Atem großer weiter Landschaften verstöhmt dann das Gitarrenduo Peter Autschbach & Ralf Illenberger. Die sensiblen oder auch mal robusten Klänge hinterlassen im Vorbeiziehen intensive Eindrücke, das sind quasi Landschaftsbeschreibungen für einen eigenen, betörend schönen Film aus farbigen Klängen, der als persönlicher Roadmovie beim Zuhören wie von selbst entsteht. Die beiden spielen virtuos, ohne dem Geschwindigkeitswahn zu verfallen; zeitgemäß, aber zugleich auch zeitlos und dabei völlig eigenständig. Man hat den Eindruck einer einzigen, großen, vielsaitigen Gitarre, bei der es unerheblich scheint, wer von den beiden gerade was spielt. Mit Autschbach und Illenberger haben sich zwei Meister ihres Fachs gefunden, die gemeinsam intuitiv, spontan und harmonisch an die Musik herangehen. Nach den erfolgreichen Alben „No Boundaries“ (2012) und „One Mind“ (2014) stellen die beiden Gitarristen ihr neues Album „Zero Gravity“ (2017) vor. Die Ideen für das neue Werk wurden von den beiden über den großen Teich kommuniziert, denn Autschbach lebt in Deutschland und Illenberger in Arizona. Die unverkennbaren Merkmale ihrer Musik sind geblieben, auf 6- und 12-saitigen Gitarren bietet das Duo wieder inspiriertes und mitreißendes Gitarrenspiel. Das Publikum erwartet ein 5-Sterne-Menu für Feinschmecker der akustischen Gitarrenmusik, denn die beiden zeigen eindrucksvoll, wie intensiv und spannend ein musikalischer Dialog zweier gleichberechtigter Partner sein kann.

Zum Abschluss der Gitarrennacht wird es mit Ignaz Netzer dem Gewinner des German Blues Award bluesig. Seine neue Solo-CD „When the Music is over“ mit ausschließlich Eigenkompositionen wurde im nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Ignaz Netzerist der lebende Beweis für das, was Musikwissenschaftler schon längst vermuteten: Der Blues kommt aus dem Schwabenland!! So urteilte jüngst die „Heilbronner Stimme“ dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis wegen ihm Mississippi-Raddampfer auf dem Neckar gesichtet werden. Und der „Saaner Anzeiger“ aus der Schweiz urteilte: „Der weißeste Schwarze von ganz Deutschland.“

Er gründete im zarten Alter von 13 Jahren seine erste Band und gilt heute als DER klassische Bluessänger Deutschlands. Seit 1971 gab er weit mehr als 2.500 Konzerte in vielen Ländern Europas, u.a. mit Blueslegenden wie Alexis Korner, Champion Jack Dupree, Louisiana Red oder genreübergreifend mit Barbara Dennerlein und Gerhard Polt. Er veröffentlichte 16 Tonträger und eine DVD. Sehr publikumsnah und augenzwinkernd humorvoll vermittelt Ignaz Netzer Einblicke in die faszinierende Welt schwarzer Musik: Sein Soloprogramm darf man als Crossover-Projekt bezeichnen: Die Musik der Schwarzen nimmt genauso Raum ein wie seine sensiblen, eigenwilligen Eigenkompositionen.

Karten im Vorverkauf bei Schulz-Ebrecht und Carl Schmidt & Co. in Idar-Oberstein und bei Tabakwaren Faust in Birkenfeld oder direkt bei Blue Note e.V.: blue.note.io@web.de

Veröffentlicht 30. September 2021 von julia in Allgemein

%d Bloggern gefällt das: